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Hallo aus Wuxi !

Hier, sozusagen als „Gastbeitrag“, einige Eindrücke von unserem Besuch bei Arno
(wir: seine Schwester Leandra, deren Freund Björn und seine Mutter).

Der erste und andauernde Eindruck: heiß !!!

Wenn man aus einem klimatisierten Raum ins Freie tritt, kann man erst mal kaum atmen und binnen weniger Minuten ist das T-shirt nassgeschwitzt.
Glücklicherweise gibt es fast überall (außer im Seidenmuseum in Suzhou) Klimaanlagen, sodass z.B. nachts das Hotelzimmer konstant auf 26°C gehalten wird und man (trotz der harten Matratzen) recht gut schlafen kann.

Ein weiterer Eindruck ist, dass die Chinesen sehr freundlich sind ! Wo man auch hinkommt, wird man mit einem Lächeln und aufmerksamem Blick begrüßt. Read the rest of this entry » »

In den letzten Tagen ist noch nicht so viel passiert. Gestern habe ich mir eine Gitarre gekauft. Es ist eine recht wohlklingende Westerngitarre (Akustikgitarre mit Stahlseiten), die sogar ein eingebautes Mikrofon und 4-Band Equalizer zum Aufnehmen hat. Zusammen mit einem Satz neuer Saiten, einem Gitarrenständer und einer gepolsterten Tasche hat das 900 RMB (ca. 90 Euro) gekostet, worüber man wirklich nicht klagen kann. Außerdem war gestern jemand da, um sich um meinen Internetanschluss zu kümmern, woran er allerdings auch gescheitert ist (so wie vorher die zwei Freunde meines Mitbewohners Monaf, die aus Nepal kommen und Computer Science studieren). Mittlerweile hab ich durch ein paar Dirty Tricks (Ändern der MAC-Adresse meiner Netzwerkkarte) wenigstens Internet über Monafs Kabel, was vorher auch nicht ging. Abends war ich dann noch mit Mosha, einem anderen Austauschstudenten aus Texas, in einem der Imbiße vor dem Campus essen und habe außerdem Informationen über Kurse gesucht, die ich hier belegen könnte.

Heute war ich dann unterwegs, um in verschiedenen Fakultäten (Departments) Kurse ausfindig zu machen, die ich hören könnte. Read the rest of this entry » »

Entgegen landläufiger Meinung, ich sei verschollen und als Schuhputzer versklavt worden, muss ich Euch überraschenderweise mitteilen, dass es mir gut geht. Am Freitag hatte ich leider keine Zeit mehr, hier zu schreiben, da ich tagsüber im Zoo von Bĕijīng war, und abends die Kung Fu Show besucht habe. Der Zoo war nicht gerade überragend, aber doch ganz unterhaltsam. Die Tiere müssen jedoch unter gleichen oder sogar schlechteren Situationen leben, als in europäischen Zoos (siehe das Raubkatzengehege). Und auch das Fotografieren mit Blitz ist nicht untersagt, sodass ich mich wundere, warum manche der Tiere noch nicht durch das Blitzlichtgewitter durchgedreht sind. Wahrscheinlich haben sie sich einfach schon daran gewöhnt. Read the rest of this entry » »

Die chinesische Mauer (长城)

Um die chinesische Mauer zu sehen muss man früh aufstehen. Zumindest sagte mir Liu Fei, die ich am Samstag mit Bitar in Shànghăi traf, dass die Busse von Bĕijīng aus nur bis 8 Uhr morgens fahren. Und da ich gestern schon auf dem Heimweg vom Temple of Heaven unfreiwillig eine Extrarunde mit dem Bus gedreht habe (ich kam nach ca. 45 Minuten wieder am Temple of Heaven an), bin ich diesmal schon um 6 Uhr aufgestanden. Das hat sich im Nachhinein auch als nützlich erwiesen, da ich mich zunächst wieder mit dem Bus verfahren, und dann doch lieber ein Taxi genommen habe, was ca. das 10-fache, nämlich 2 Euro pro Fahrt kostet (außerdem ists zu einfach :-P ).

Der noch erhaltene Teil der chinesischen Mauer aus der Ming Dynastie erstreckt sich über mehr als 6000 km und durchquert 5 Provinzen, 2 autonome Regione sowie 2 autonome Gemeinden (siehe Bild der Infotafel). Der Bĕijīng-Teil Mauer hat 6 öffentlich begehbare Teile, von denen mir Liu Fei den Teil namens Bā Dā Lìng (八达岭), Read the rest of this entry » »

Nach dem Regierungsmuseum, dem Tiān’ān mén Platz, der verbotenen Stadt sowie dem Sommerpalast im ersten Teil der Sehenswürdigkeiten Bĕijīngs widme ich mich heute dem Tempel des Himmels (天坛公园), der sich im Süden des inneren Bĕijīngs befindet. Das ist ein öffentlicher Park, der vor allem für die “Prayer for Good Harvest Hall” (祈年殿) sowie die umliegenden anderen Tempelgebäude bekannt ist. Da ich mir heute mal ein bisschen mehr Schlaf gegönnt habe, war ich nur dort ;-) In dem Park ist einiges los: Menschen spielen Häckisäck (sie nennen das selbst entweder auch Häckisäck oder chān qiào), spielen Karten, singen, tanzen, stricken oder sehen sich selbst den Park und die Tempelgebäude an (siehe erstes Video). Heute hatte ich das besondere Glück, Read the rest of this entry » »

In den Straßen von Bĕijīng

Als ich mich heute zu Fuß vom Hotel auf den Weg zum Tiān’ān mén Platz (vor der Südseite der verbotenen Stadt) machte, sah ich schon nach wenigen Metern in einem Hof an der Straße von außen wunderschöne Pagodendächer, die anscheinend nicht direkt für Besucher zugänglich waren, der Hof jedoch auch nicht verschlossen war. Am Eingang saß in einem kleinen Häuschen eine Person, die vielleicht dort aufpassen sollte (vielleicht auch nicht, das war für mich nicht ersichtlich), die jedoch bessere Singe wie telefonieren oder fernsehen, zu tun hatte. Also bin ich dort so vorbeigegangen, dass sie es nicht merkt und habe hinter dem einen Pagodendach noch einige andere gefunden, die wohl zu einer Art altem Tempeldorf gehörten, jedoch hier ohne Beachtung blieben und nicht für die Öffentlichkeit hergerichtet, obwohl wunderschön, waren. Read the rest of this entry » »

Da so viele Freunde und Bekannte mich vor meiner Reise nach China vor dem Kulturschock warnten, der nur an wenigen Orten auf der Welt größer sei, als in China, möchte ich an dieser Stelle endlich einmal näher darauf eingehen, was mir hier so alles passiert ist.

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Heute morgen habe ich in meinem Hotel in Shànghăi ausgecheckt und bin mit dem Flugzeug nach Bĕijīng geflogen. Mein Untermieter in Mannheim, Sebastian, hat mir, wie schon etliche wervolle Tipps vorher, das Reisebüro Ctrip in Shànghăi empfohlen, über das ich einen Roundtripflight (hin und zurück) für zusammen nur 1200 RMB (120 Euro) gebucht habe. Obwohl die Strecke “nur” ca. 1100 km beträgt, gabs auf dem Hinflug bei Air China Essen und Getränke inklusive. Da kann man echt nicht meckern :-) So ein Hotelzimmer (in Shànghăi und Běijīng) kostet übrigens ca. 250 RMB (25 Euro) pro Nacht (economy Preis).

In Běijīng gibt es nicht nur mehr Ausländer (Europäer) und (deshalb?) auch mehr Betrüger, die dauernd versuchen, einem Führungen durch die Stadt, Theaterkarten zum halben Preis oder Riksha-Fahrten anzudrehen. Auch die Parks hier finden reges Interesse bei den Einheimischen. Hier findet man an fast jeder Ecke Menschen, die sich zum Singen versammeln, die chinesisches Häckisäck spielen (siehe Video unten). Teilweise tanzen sie auch im Park (oder lernen es von Lehrern) oder sehen sich die buddhistischen Pavillions und Statuen an. Read the rest of this entry » »

In dem Imbiß, in dem ich meine chinesische Teigtaschen (JiăoZì) aß waren außerdem noch eine andere junge Chinesin und ein Chinese, die ich fragte, ob sie Citibank kennen und wo ich eine finden könne. Sie kannten Citibank und eine Filiale, für die ich allerdings zurück zum Jīng’ān Tempel hätte laufen müssen. Der junge Mann rief dann freundlicherweise (von sich aus) bei der Auskunft an und kritzelte mir zwei weitere Adressen auf, mit denen ich am People Square nochmal nachfragen könne. Nachdem ich den jungen Mann gefragt habe, ob die Auskunft auch Englisch spricht (”yī yī sì hào shūo yīng yǚ ma?”) nickte er den Kopf (cool, er hatte mich also verstanden) Read the rest of this entry » »

Heute bin ich relativ früh (gegen 8 Uhr) aufgestanden und habe erstmal Flugtickets nach Běijīng und zurück sowie ein Hotel dort gebucht. Ich werde also die nächsten fünf Tage über Běijīng, die chinesische Mauer, das Parlamentsgebäude und den Tiān’ān mén Platz berichten.

Danach bin ich losgezogen, um mir ein paar Sehenswürdigkeiten in Shanghai anzusehen. Nachdem ich mich bei Leuten an der Bushaltestelle (auf Chinesisch mit deutschem Stadtplan :-P ) erkundigt habe, in welchen Bus ich steigen kann, bin ich zum Jīng’ān sì (Jīng’ān Tempel) gefahren. Im Reiseführer habe ich etwas gelesen wie “ist heute als lebendiger Marktplatz bekannt” und ich kann nur sagen, das war nicht gelogen :-)
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