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Bĕijīngs Sehenswürdigkeiten (Teil 3)

Die chinesische Mauer (长城)

Um die chinesische Mauer zu sehen muss man früh aufstehen. Zumindest sagte mir Liu Fei, die ich am Samstag mit Bitar in Shànghăi traf, dass die Busse von Bĕijīng aus nur bis 8 Uhr morgens fahren. Und da ich gestern schon auf dem Heimweg vom Temple of Heaven unfreiwillig eine Extrarunde mit dem Bus gedreht habe (ich kam nach ca. 45 Minuten wieder am Temple of Heaven an), bin ich diesmal schon um 6 Uhr aufgestanden. Das hat sich im Nachhinein auch als nützlich erwiesen, da ich mich zunächst wieder mit dem Bus verfahren, und dann doch lieber ein Taxi genommen habe, was ca. das 10-fache, nämlich 2 Euro pro Fahrt kostet (außerdem ists zu einfach :-P ).

Der noch erhaltene Teil der chinesischen Mauer aus der Ming Dynastie erstreckt sich über mehr als 6000 km und durchquert 5 Provinzen, 2 autonome Regione sowie 2 autonome Gemeinden (siehe Bild der Infotafel). Der Bĕijīng-Teil Mauer hat 6 öffentlich begehbare Teile, von denen mir Liu Fei den Teil namens Bā Dā Lìng (八达岭), der auch wirklich sehr schön war. Leider haben das noch viele andere Menschen, Chinesen wie Nicht-Chinesen und (noch schlimmer) ganz viele Souvenirhändler vernommen, die auch alle da waren. Da ich aber den ganzen öffentlichen Teil von Bā Dā Lìng erklommen habe, was die wenigsten gemacht haben, war ich zeitweise fast allein. Das ganze ist übrigens kein Spaziergang, wie Ihr gleich auf den Bildern sehen werdet. Hier zunächst dieInfotafel:

Infotafel über Bā Dā Lìng

Und das sind die Bilder, die auf meiner Wanderung entstanden sind:

Ankunft in Bā Dā LìngWeg zum Eingang zur MauerErster Blick auf die MauerDie Mauer vom Eingang ausAufstieg zur ersten GarnisonAussicht auf den unerreichbaren TeilAufstieg Richtung Süden (kürzere Seite)Treppe Richtung Süden (kürzere Seite)Souvenirhändler auf der NordseiteAufstieg Richtung Norden (längere Seite)Weiter Richtung NordenHier könnten die Mongolen kommenEin Außenposten auf der NordseiteZwei Wachen auf Streife am AußenpostenZwei Wachen auf Streife am AußenpostenNoch weiter Richtung NordenHier ist die Mauer unterbrochenEin Baum am WegrandHier werden die Leute schon wenigerAusblickMauern am HorizontNordseite Bā Dā Lìngs (Bild 1)Nordseite Bā Dā Lìngs (Bild 2)Außenposten Richtung NordenBesucher, die sich vorkämpfenEnde der begehbaren Nordseite (Ausgang im Tal)Außenposten von innenDas letzte Stück liegt hinter diesem HügelDie letzten begehbaren MeterEnde GeländeHier posiere ich vor einem kleinen Mädchen, das mich fotografiertFrühstückspause!Hier halte ich Ausschau nach Mongolen

Und hier noch für die ganz harten unter Euch eine Bilderserie, die den Weg stückweise vom Ende zum Anfang des begehbaren Bereichs von Bā Dā Lìng zeigt, den ich einmal komplett erklommen habe.

Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 1)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 2)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 3)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 4)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 5)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 6)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 7)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 8)Überblick über Bā Dā Lìng (Bild 9)

Zum Abschluss noch ein paar Details, auf die ich eingehen möchte. Die Mauer umschließt das ganze Tal (Bild 1), d.h. die Erbauer hätten mit einem Bruchteil der Arbeit fast das gleiche Gebiet sichern können. Beim Bau der Mauer ging es aber darum, an strategisch wichtigen Stellen Aussichtsposten oder Garnisonen zu bauen, um den Feind früher sichten zu können. Außerdem sind Mauern, die auf einem Berg verlaufen, um einiges schwerer anzugreifen und einzunehmen, was den erhöhten Aufwand beim Bau rechtfertigen dürfte. Weiterhin erkennt man hier gut, dass Schießscharten und Zinnen immer nur auf einer Seite der Mauer angebracht waren, auf der anderen Seite sind die Brüstungen glatt (Bild 2). Ab und an gibt es extra Durchgänge, um von der Mauer ins Tal zu kommen (Bild 3). Regen wird durch die Regenrinnen (ebenfalls Bild 2) aufgehalten und durch verlängerte Regenrinnen von der Mauer weggehalten, um den Putz zu schützen. Übrigens gibt es in China, wie auch hier, Grafitti-Künstler (Bild 4), die hoffen, durch Ihre Zeichnungen groß raus zu kommen :-P

Die Mauer umschließt das ganze TalZinnen und Regenrinnen als Schutz vor Angreifern und WasserschädenDurchgänge ins TalGrafitti-Künstler, die sich verewigen wollten

Morgen wird mein letzter Tag in Bĕijīng sein und ich habe vor, mal in den Zoo zu gehen und, falls ich noch Zeit und Gelegenheit haben sollte, eine Führung in der Altstadt zu buchen (kostet 11 Euro bei der Dame im Teehaus) oder mir die Kungfu Show anzusehen.

Ich freue mich über die zahlreichen Zusprüche und Bitten, weiter so ausführlich zu berichten und werde das auch, so lange es mir möglich ist und sinnvoll erscheint, beibehalten (Ihr habt also gewonnen ;-) ).

Abschließend möchte ich noch auf die Zeitanzeige der verschiedenen Zeitzonen rechts im Menü hinweisen, mit der ich mich heute knapp vier Stunden lang herumgeschlagen habe, weil die Mitteleuropäische Zeitumstellung mir Probleme gemacht hat. Es wundert mich, ehrlich gesagt, dass es jetzt (zumindest bei Methuja und mir) funktioniert. Also viel Spaß damit! :-)

2 Responses

  1. Methu




    Hey!

    Die Bilder sind hoechst beeindruckend. Kann mich fast in die Umgebung versetzen und die chinesische Luft atmen. :D

    Mal ne andere Frage! Wie sieht es eigentlich mit deinem Studium aus? Wann wirst du ins Studentenwohnheim ziehen? Wann faengt dein Semester ueberhaupt an? In 3 Tagen?

    Fragen ueber Fragen! ;)

    Waere cool wenn du so eine Art Preview schreiben koenntest.

    Methu




  2. Hallu Methu!
    Freut mich, dass die Bilder gefallen :-)
    Zu meinem Studium: Offizieller Semesterbeginn ist am Montag (18. Februar), ins Studentenwohnheim einziehen kann ich ab heute (14. Februar) und werde dies hoffentlich morgen machen können, wenn ich wieder in Shanghai bin.
    Ich werde heute oder morgen einen Rückblick über Beijing schreiben und, auf deinen Wunsch ;-) , einen Ausblick mit rein packen.
    Arno

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