Bĕijīng ist voller Leben
Heute morgen habe ich in meinem Hotel in Shànghăi ausgecheckt und bin mit dem Flugzeug nach Bĕijīng geflogen. Mein Untermieter in Mannheim, Sebastian, hat mir, wie schon etliche wervolle Tipps vorher, das Reisebüro Ctrip in Shànghăi empfohlen, über das ich einen Roundtripflight (hin und zurück) für zusammen nur 1200 RMB (120 Euro) gebucht habe. Obwohl die Strecke “nur” ca. 1100 km beträgt, gabs auf dem Hinflug bei Air China Essen und Getränke inklusive. Da kann man echt nicht meckern
So ein Hotelzimmer (in Shànghăi und Běijīng) kostet übrigens ca. 250 RMB (25 Euro) pro Nacht (economy Preis).
In Běijīng gibt es nicht nur mehr Ausländer (Europäer) und (deshalb?) auch mehr Betrüger, die dauernd versuchen, einem Führungen durch die Stadt, Theaterkarten zum halben Preis oder Riksha-Fahrten anzudrehen. Auch die Parks hier finden reges Interesse bei den Einheimischen. Hier findet man an fast jeder Ecke Menschen, die sich zum Singen versammeln, die chinesisches Häckisäck spielen (siehe Video unten). Teilweise tanzen sie auch im Park (oder lernen es von Lehrern) oder sehen sich die buddhistischen Pavillions und Statuen an.
Hier seht ihr ein Video und ein paar Bilder aus dem Jingshan Park (景山公园), in dem ich heute war. Ihr solltet vor dem Start des Videos vielleicht die Lautstärke etwas runterdrehen. Der Mann vorne auf dem Video singt am lautesten
In die Häckisäck Runde auf dem Video bin ich direkt mal eingestiegen ^^ Die Chinesen spielen das mit einer Art großem Federball, der vorne mit Plastikschaumstoff gepolstert und mit ein paar Plastikringen beschwert ist. Der Vorteil an dem ist, dass man ihn auch mit ungeeigneten Schuhen (also Nicht-Sportschuhen) gut spielen kann.
Der Jingshan Park bietet außerdem neben Souvenirläden auch ein Teehaus, in das ich eingeladen (okay, ich gebs zu, geködert) wurde. Da Neujahrsfest ist, so sagte die Dame auf dem Bild, gebe es die Teezeremonie gratis. Auf einer Mischung aus Englisch und Chinesisch verständigten wir uns auf (grünen) Drachenbrunnentee und schwarzen Litschitee, die beide äußerst gut waren. Die Zeremonie bestand aus der Zubereitung des Tees in einem Glas heißen Wassers (damit man es besser sieht), anschließend wurde der Tee in ein kleines zylinderförmiges Behältnis (zum riechen) und von dort in ein kleines Schälchen (zum trinken) gegeben. Guten Tee erkenne man daran, dass die Blätter, die ja zunächst alle oben schwimmen, im Glas erst nach und nach einzeln zu Boden sinken. Der Tee war wohl gut, denn das war der Fall. Da es mir unhöflich erschien, Fotos zu machen, machte ich nur schnell ein Foto, während die Dame weg war, das aber leider unscharf geworden ist.
Speziell für Calle und Annica fragte ich dann auch einmal, was man macht, wenn man statt Teeblättern einfach einen harten Klumpen davon hat. Die Dame zeigte mir an einem Klumpen, den sie dahatte, wie man den Tee vorsichtig mit dem Messer herausschaben kann, um ihn zuzubereiten. Sie meinte, Tee als Klumpen sei fast immer schwarzer Tee.
Dann bin ich noch bis abends ein bisschen weiter in der Innenstadt herumgelaufen und hab ein paar Bilder für Euch gemacht
Morgen werde ich Euch dann mal über die verbotene Stadt, den Tian’an men Platz und vielleicht von noch mehr Sehenswürdigkeiten in Beijing berichten! ![]()
CallÖ
Jo, danke für den Hinweis mit dem Tee, werde es mal ausprobieren, wenn ich wieder in Gießen bin
Annica
Cool danke!
Leandra
Die Technik auf dem Eis musst du dir mal genau einprägen, brüderchen, damit wir, wenn du wieder da bist mit unsren Stühlen über die Seewiese cruisen können…
Knutscher